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Eucharistie mit unsere Mitchristen. Spezielle sakramentliche Feiern, als auch Dienst an Menschen, die alt, krank oder sterbenden oder eingesperrt, sind fordern manchmal besondere pastorale Empfindlichkeit. Angesichts der aktuellen kanonischen Normen und theologische Grundsätze bietet dieses Dokument einige pastorale Reflexionen und Hinweise. Das 1993-Verzeichnis für die Anwendung der Prinzipien und Normen über den Ökumenismus von Päpstlicher Rat für die Förderung von Christian Unity bietet uns einige hilfreiche Hinweise bei der Anwendung und Interpretation Kirchenrecht. Den Geist und die Normen des Verzeichnisses und Kirchenrecht diktieren sicherlich, dass eucharistische Austausch zwischen Christen, die nicht volle kirchliche Gemeinschaft teilen nie routinemäßig oder beiläufig erfolgen würde. Dies würde den Grundsatz verletzen, dass die Eucharistie eine sichtbare Manifestation der vollen Gemeinschaft im Glauben ist. Gute und schlechte. Sie kommen aus ganz verschiedenen Orten und diejenigen, die auf der Grundlage der Schande denken, fühlen und sehen die Welt auf sehr unterschiedliche Weise als die Person auf der Grundlage von Schuld.

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Eine erfolgreiche Reise neigt sich dem Ende zu.

Ein weiters Highlight erwartet uns: die Eröffnung eines von Pro Dogbo realisierten Schulgebäudes. Der feierlichen Eröffnung mit Besuch aus dem Ministerium wohnt Bürgermeister Theodor Brauer zur Begeisterung der Anwesenden in beninischer traditioneller Kleidung bei.
Am Nachmittag folgt ein Abschlussgespräch im Rathaus, in dem die bisherige Zusammenarbeit resümiert und die weiteren Zielsetzungen vereinbart werden.
Anschliessend haben wir zum ersten Mal die Gelegenheit, durch ein Viertel der Stadt zu gehen. Lehmhütten, Müll auf den Wegen (roter Sand, denn asphaltiert sind nur einige Hauptstraßen) geben ein äußerst ärmliches Bild ab. Die Menschen begruessen uns herzlich, scheinen zufrieden zu sein. Wenn wir diese Bilder sehen, relativiert sich Vieles, worüber wir uns Zuhause Gedanken machen. Der Besuch des Marktes in Dogbo mit unzähligen Menschen und Ständen auf engstem Raum ist mit einem Markt bei uns keinesfalls zu vergleichen: Wildes Treiben, kaum geordnete Zustände und intensives Feilschen gehōren zur Tagesordnung. Es ist schwer zu beschreiben, man muss es erleben.
Bald geht unser Besuch zu Ende: Gespräche mit Botschafter, Minister und Recteur der Hochschule erwarten uns noch. Dann geht ein ereignisreicher, beeindruckender, erfolgreicher und spannender Besuch zu Ende.

Kleve stellt sich vor

Die Bürgermeister aus Dogbo und Kleve eröffnen feierlich die Ausstellung und durchtrennen das Band, das nun den Weg ins Rathaus freigibt. Zum Zeichen der Verbindung zwischen den beiden Städten überreicht Bürgermeister Theodor Brauer einen Wegweiser nach Kleve. Viele Bürgerinnen und Bürger sind gekommen, um Kleve kennen zu lernen. Nach der Erläuterung der einzelnen Bildtafeln freut sich Bürgermeister Brauer über das Interesse der Anwesenden:,” Die Bildtafeln ermöglichen einander noch besser kennen zu lernen und die Partnerschaft zu verlebendigen.”
Nach der Ausstellungseröffnung folgt direkt der nächste Termin. Der Besuch des Ausbildungszentrums Dadahoue. Bereits am Eingang werden wir mit einem Transparent begrüßt, dann folgt eine beeindruckende Begrüssungszeremonie mit Tanz, Gesang und dem Ritus, den Gästen Wasser vor die Füße zu giessen.
Der Direktor stellt uns in einem Gespräch das Zentrum vor, in dem Jugendliche ab 14 Jahren in den Bereichen Metallbau, Gartenbau, Schneiderei, Tischlerei und Friseur ausgebildet werden. Das Gelände ist groß, die Gebäude sind neu, aber es fehlen jegliche Einrichtungsgegenstände und Arbeitsmaterialien. Dies kommt im Vortrag der Auszubildenden, der sich an den Rundgang über das Gelände anschließt, deutlich zum Ausdruck. ” Es gibt viel zu tun, packen wir es an”, entgegnet Bürgermeister Brauer den Jugendlichen “Wir wollen versuchen, hier Hilfestellung zu geben.”
Am Nachmittag machen wir Bekanntschaft mit dem deutschen Botschafter, der das Projekt Pro Dogbo besucht und sich über die großartige Arbeit dort informiert.

Ausblick auf den Tag 21.03.2013

Um 5.00 Uhr kräht der Hahn. Der Beginn eines neuen Tages. Heute wird die Ausstellung der Stadt Kleve im Mairie (Rathaus) Dogbos eröffnet. Kleve wird den Bürgerinnen und Bürgern von Dogbo in Fotos und Texten vorgestellt. Hierbei erlebt der Betrachter einen Jahreszyklus in Kleve, – unser Wahrzeichen die Schwanenburg , die Draisine, das Museum, der Forstgarten, die Kirmes, die Hochschule und vieles mehr – Kleve ist auf Bildtafeln zu sehen und wird in französischen Texten erklärt. Dank der freundlichen Unterstützung von Bruno Meesters (Fotoclub Blende 8), der den überwiegenden Teil der Fotos zur Verfügung stellte, konnte die Ausstellung realisiert werden. Ein Dank gilt außerdem, Stadtmarketing, USK, Museum, der Hochschule Rhein-Waal und Herrn Drs. Thissen vom Stadtarchiv, die an der Vorbereitung der Ausstellung mit Bildern und Texten mitgewirkt haben.

Tag 2 in Dogbo

Am Morgen besuchen wir das Projekt der Aktion Pro Humanität in Gohomey. Eine Oase inmitten ärmlicher Verhältnisse. Hier finden Waisenkinder ein Zuhause, hungernden Babys wird geholfen, Kranke werden gepflegt und es wird medizinische Präventionsarbeit geleistet. Dem Engagement und der Leistung der am Projekt beteiligten Personen zollen wir hohen Respekt und Dankbarkeit für ihr humanitäres erfolgreiches Wirken.
Tief beeindruckt von unserem Besuch eilen wir bereits zum nächsten Termin: Im Rathaus von Dogbo wir die Kooperationsvereinbarung zwischen dem beninischen und dem Roten Kreuz Kleve/ Geldern unterzeichnet. Bürgermeister Acakpo war auf seinem letzten Besuch in Kleve auf Anregung von Bürgermeister Brauer in Kontakt zum Roten Kreuz getreten. So wurde die Basis für die nun unterzeichnete Partnerschaft geschaffen. Der Transport von LKW’s und Betten nach Benin befindet sich bereits in der Planung.
Am Nachmittag steht der Besuch des Lehrerseminars in Dogbo auf dem Programm. Außerdem bereiten wir die Ausstellung vor, die am morgigen Tag im Rathaus von Dogbo eröffnet wird. Ein anstrengender und heißer Tag endet mit einem Empfang beim Bischof von Lokossa.

Herzlicher Empfang in Dogbo

Im Rahmen der am 26.05.2010 unterzeichneten Kooperationsvereinbarung zwischen der Kommune Dogbo und der Stadt Kleve befindet sich seit gestern eine Delegation mit Bürgermeister Theodor Brauer, Hochschulpräsidentin Prof. Dr. Marie-Louise Klotz, Technischem Beigeordneten Jürgen Rauer und Referentin Daniela Rennecke in Benin. Bereits der erste Tag des Besuchs war mit Höhepunkten gefüllt. Am Morgen des 19.03.2013 unterzeichneten Frau Prof. Dr. Klotz und Prof. Sinsin A. Brice feierlich eine Kooperationsvereinbarung zwischen der Hochschule Rhein-Waal und der Universität Abomey-Calavi in Cotonou. Studierende und Professoren freuen sich gemeinsam mit Präsidentin Klotz und Recteur Sinsin auf eine Zusammenarbeit zur Förderung der Bildungs- und Friedensarbeit.
Von Cotonou ging es direkt nach Dogbo – Bürgermeister Vincent C. Acakpo bereitete der Delegation mit den Bürgerinnen und Bürgern einen fulminanten Empfang. Begleitet von einem Motorradkonvoi und einer Tanz- und Gesangsgruppe benininischer Frauen gab es einen feierlichen Einzug auf den Rathausvorplatz. Hier begrüßten Bürgermeister Theodor Brauer und Prof. Dr. Marie-Louise Klotz die Freunde aus Dogbo.

Dogbo2

 

Auf Wiedersehen Dogbo/Benin

Ein Tag ausspannen, bevor es morgen zurück nach Cotonou und zurück nach Deutschland geht. Heute gegen Mittag sind wir in Grande POPO angekommen, einem „Urlaubsort“ an der Küste direkt an der Grenze zu Togo. Hier weht ein angenehmer Wind vom Meer. Quartier beziehen wir in einem Strandpavillion, einer Villa im Kolonialstil und einem weiteren Gästehaus, alles in unmittelbarer Nähe zum Sandstrand. Nach einer Stärkung und Erfrischung hängen wir einfach nur ab, liegen in der Sonne oder kämpfen mit den riesigen Wellen. Schwimmen zu gehen ist hier lebensgefährlich, da die ca. 4 m hohen Wellen eine enorme Unterströmung erzeugen und im Rücklauf einen mit Macht ins Meer zieht. Also gehen die Mutigen bis zu den Knien ins Wasser, um bei der nächsten höheren Wellen überspülen zu werden. Zum Schluss sind alle von Kopf bis Fuß nass und mit Sand bedeckt. Aber die beste Erfrischung seit einer Woche.

Abends sitzen wir beim Essen und resümieren. Als erstes versuchen wir unsere Gedanken und Vorschläge zu strukturieren. Das, was wir als größtes Problem für dieses Land sehen, Strukturen zu schaffen, beschäftigt uns jetzt selbst.
Festzustellen ist, dass ich mich nach einer Woche an die Lebensbedingungen „gewöhnt“ habe.
Die Temperaturen sind hoch, aber es macht nichts aus zu schwitzen und das die Garderobe entsprechend leidet. Egal, stört hier keinen. Selbst die Klimaanlage, die im ersten Hotel noch überlebenswichtig war, muss jetzt nicht mehr sein. Selbst im Gewimmel des Verkehrs bewegt man sich relativ sicher. Die einfachen Lebensbedingungen der Beniner, die in den ersten Tagen noch sehr bedrückend wirkten, relativieren sich nach einer Woche. Für uns unvorstellbar, aber die Menschen scheinen nicht unglücklich (sie kennen unsere Standards nicht) und sind freundlich und fröhlich.
Obwohl alles ständig in hektischer Bewegung ist und das Handy am Ohr angewachsen zu sein scheint, spürt man eine starke Entschleunigung. Kaum zu glauben.
Allerdings fordern die Bedingungen einen hohen körperlichen Einsatz. Wegstrecken von vielen Kilometern müssen oft ohne Hilfsmittel auf schlechten Wegen zurück gelegt werden. Meistens auf dem Kopf (!!) und oft auch von Kindern. Es ist einerseits beeindruckend, welche Körperbeherrschung und Kraft dafür notwendig ist. Für uns wäre das eine unendliche Qual. Der Gang der Frauen, die diese Transporte überwiegend durchführen, wirken auf uns voller Stolz. Aufrecht und gemessenen Schrittes „schweben“ sie förmlich.

Auffallend ist auch die farbenfrohe Kleidung, die selbst unter den hiesigen, widrigen Bedingungen immer sauber und ordentlich wirkt. Auch das ist kaum vorstellbar, wenn man die normalen Lebens- und Wohnbedingungen gesehen hat, wo Mensch und Tier in einer Lebensgemeinschaft eng verbunden zusammenleben.
Diese gesamten Umstände vermittelten uns ein hohes Maß an Sicherheit. Obwohl die Polizei nicht ständig gegenwärtig ist, hatte ich nie das Gefühl einer Bedrohung.

Morgen besuchen wir abschließend noch einen (Künstler)Markt, in der Hoffnung unsere letzten CFA für Mitbringsel für unsere Lieben ausgeben zu können, bevor wir zum Botschafter fahren, der uns zu einem abschließenden Bier eingeladen hat.
Eine sehr anstrengende Woche geht zu Ende, mit vielen offiziellen Gesprächen, vielen, vielen Erlebnissen und unvorstellbarerer Herzlichkeit.
Wenn alles klappt und der Flieger keinen zu langen Umwege fliegen muss, sind wir am Dienstag zu Hause, aber wir sind sicherlich nicht mehr die, die vor 1 Woche gestartet sind.
Ich hoffe auf ein Wiedersehen in Dogbo mit Freunden.

Abschluss folgt vermutlich von zu Hause.

Bilder aus Dogbo

Empfang in Dogbo               Fahrt nach Dogbo

     

Voodoo                                     Die hohe Priesterin                Le Roi

  

Markttreiben in Dogbo     Das Bild nennen wir “Bei Puppa In Dogbo”

Abschied von Dogbo

Heute heisst es Abschied nehmen von Dogbo. Die 4 Tage sind so schnell umgegangen und wir haben so unheimlich viel erlebt und gesehen. Mittlerweile denken, fuehlen und handeln wir selbst schon ein wenig wie die Menschen hier. Insbesondere die Puenktlichkeit ist uns abhanden gekommen und keiner verfaellt mehr in Hektik, wenn eigentlich der naechste Termin schon beginnen sollte. Warum auch? Die Beniner sind garantiert noch spaeter. Nur gestern beim Besuch des Fussballspiels haben wir mal gewonnen :-) ) Durch die verspaetete Rueckfahrt aus Abomee und der zusaetzlichen Besichtigung des einzigen Hauses im Benin, das Cellina Klinker verbaut hat, waren wir erst mit dem Schlusspfiff im “Stadion” . Aber der Koenig kam zeitgleich an, so dass die Menschenmenge in Jubel ausbrach und spontan noch ein Elfmeterschliessen angehaengt wurde. Im ersten Durchgang hat die Verwaltung aus Dogbo gegen unsere Delegation knapp gewonnen ( absichtlich !! ) Danach traten die beiden College-Mannschaften gegeneinander an und wurden von uns beide mit Baellen und Trikots belohnt.
Gleich geht es ein letztes Mal zum Projekt, das waehrend der Tage hier zu unserem Zuhause geworden ist und der Abschied wird sicherlich ein paar Traenen erzeugen.
Fortsetzung folgt……….

Schuleinweihung

Wer meinte, der Besuch auf dem Wochenmarkt sei der bisherige Höhepunkt der Reise gewesen, sah sich heute getäuscht. Es ging in ein kleines Dorf, ungefähr sechs Kilometer von Dogbo entfernt. Die Zufahrtsstraße war ein rotbrauner Sandweg, der sich zum Ende immer mehr verjüngte. Wir fuhren im Konvoi: Charles im Kleinbus vorweg, dann Klaus in seinem Toyota aus dem Programm der deutsch-beninischen Zusammenarbeit und schließlich der deutsche Botschafter in seinem geländegängigen BMW, vorne rechts mit dem Stander der Bundesrepublik Deutschland.

Die letzten Meter mussten zu Fuß bewältigt werden. Von Ferne waren die Trommeln zu hören, die immer näher kamen. Hinter einer Wegbiegung dann die große Überraschung. Eine Empfangsgruppe von fünfzig Menschen, tanzend, trommelnd und singend. Vorweg zwei Frauen mit kalkweiß geschminkten Gesichtern. So wurden wir zum Festplatz geleitet. Dort steigerte sich der Tanz ins Extatische. Zwei junge Männer winden sich plötzlich in wilden Zuckungen, werfen sich auf den Boden und müssen festgehalten werden. Sie sind „völlig von der Welt“, und es dauert seine Zeit, bis sie wieder ansprechbar sind. Ein unfassbares Schauspiel.

Unter einem offenen Zeltdach versammelten sich die Gäste. Anlass war die Einweihung der Dorfschule, gebaut vom Klever Verein „Pro Dogbo“ und dem Verein „Weitblick“. Eine Ansprache folgte der nächsten, die Dorfbevölkerung rundherum. Bemerkenswert die Disziplin der kleinen Kinder. Bei aller Langeweile, die sie verspüren mussten, waren sie weder lärmend noch unruhig.

Auf einem Nebenplatz spielten junge Männer Fußball. Der Platz war nicht mehr als ein Acker, was der Spielfreude keinen Abbruch tat. Und als Udo Janssen zwei Fußballbälle als Geschenk überreichte, ging es erst recht zur Sache.

Allmählich ging das Fest zu Ende. Die Tänzerinnen und Tänzer – so stellte sich heraus – hatten bereits die vorherige Nacht durchgetanzt und bewegten sich zu ihren Hütten. Der deutsche Botschafter, vor den schwül-heißen Temperaturen nicht gefeit, verabschiedete sich zu einem Folgetermin und wir fuhren ins Projekt „Pro Dogbo“ zur Mittagspause zurück. „Was für ein Morgen“, waren sich alle einig.

Eindruecke eines Europaers in Benin

Heute Morgen um sieben wurde ich vom Gesang der Kinder der Schule,die unmittelbar neben dem Hostel in Lakossa liegt, geweckt. Hunderte von Kinderkehlen sangen rhytmische,melodische Lieder. Ich habe mich an das Fenster gestellt und es einfach nur genossen.

Um 10 Uhr sind wir mit einer Delegation des Rates der Gemeinde Dogbo verabredet. Charles, unser Fahrer aus dem Projekt ” Pro Dogbo” will uns abholen und die ca. 24 km fahren. Aber irgendwie kommt er nicht. Wir sitzen alle 6 vor dem Hotel und stellen einmal mehr fest, dass wir unsere Eindruecke kaum in Worte fassen koennen.

Gemeinsam schauen wir auf die LKW- Ruine auf der anderen Seite des Weges und phantasieren darueber, ob der jeweils wieder in Betrieb genommen werden kann. Welcher Europaer mit dem Verkauf des LKWs wohl sein Buisness gemacht hat.

Wars ein Franzose, die alte Kolonialmacht?- Oder ein deutscher Altfreak, der voruebergehnd seinen Lebensunterhalt durch den Verkauf ( und Transport) von LKWs nach Afrika bestritt. Oder doch wieder ein Niederlaender ??? Die verkaufen selbst Zwiebeln und geschmacklose Tomaten nach Benin, einem gruenem, fruchtbaren Land in dem alles waechst und gedeiht.

Wir machen also eigentlich immer noch dasselbe. Wir Europaer verkaufen den Menschen Dinge, die sie eigentlich nicht brauchen, und ziehen damit das wenige Geld aus dem Land.

Benin ist eines der aermsten Laender der Welt, und auf dem Markt haben wir einen 50 Kg Sack Zwiebeln aus Kerkrade gefunden. EU- Export, wahrscheinlich hoch subventioniert.

Charles kommt. Es ist jetzt halb zehn. Entlang der Strasse nach Dogbo sehen wir Frauen, die in kleinen Gruppen oder auch alleinea  uch auf dem Weg nach dorthin sind . Da ist heute Markt. Es werden ueber 700 Haendlerinnen erwartet. Die Stadt wird ueberquellen.
Alle haben auf Ihrem Koepfen Schuesseln oder Koerbe, alle randvoll gefuellt mit Gemuese, Obst und Waren des taeglichen Gebrauchs.Gilbert erzählt während der Fahrt, dass die Frauen bis zu 10 bis 15 km unterwegs sind. Handeln, Markt, den Lebensunterhalt organisieren ist hier , der”" Transport und die Logistik ist Frauensache.

Die Maennergruppe im Auto ist sich mal einig. Es sind die Frauen, die das Leben in diesem Land ermoeglichen.
Alle zollen den Frauen Ihren Respekt.

Sie transportieren, sie organisieren, sie versorgen die Kinder, sie verkaufen, sie kaufen, sie halten das Geld zusammen.

Das alles mit einer Wuerde, einem spuerbarem Stolz, einer Gelassenheit, Ausdauer und Kraft, die wir in Europa kaum noch kennen. Aus dem dem Kleinbus heraus, haben wir wahrscheinlich überhaupt keine Ahnung wie schwer das Leben hier wirklich ist.

Empfang im Rathaus. Wie immer ausgesprochen freundlich und herzlich. Man kennt sich ja schon ein wenig.

Der ca. 50 qm grosse Raum wirkt noch enger, da eine Seitenwand komplett mit  noch verpackten, gespendeten Klimaanlagen vollsteht. Entwicklungshilfe von ????- jetzt werden Menschen gesucht, die die Dinger installieren koennen. Dasselbe wie mit den 10 Traktoren auf dem Platz vor dem Rathaus. Die kamen vor 4 Monaten aus Indien. Kein Mensch kann sie bedienen geschwaige reparieren. Derk Derksen, unser Bauer aus Düffelward regt sich auf;wieder so eine daneben gegangene Entwicklungshilfe.

 

Im Rathaus stellen sich die Vertreter der einzelnen Ortschaften vor. Name Funktion. Klaus van Briel, Initiator des Projektes “Pro Dogbo” und in Benin ein Mitarbeiter des deutschen Entwicklungsdienstes, übersetzt. Klaus kennen hier alle.Wenn die Klimaanlagen jetzt funktionieren würden wäre es nicht schlecht; wir haben in dem Raum gefühlte 45 ° bei mindestens 80% Luftfeuchtigkeit.

Ein Ratsvertreter aus Dogbo, zuständig für Sport, Schulen und Kultur erhebt das Wort und berichtet von den Schwierigkeiten, der mangelnden Infrastruktur und insbesondere darüber, dass sie noch nicht einmal Schulmöbel für ihre Kinder hätten. Die müssen auf dem Boden sitzen.

In unserer Delegation hatten wir im Vorfeld immer wieder diskutiert “Was heißt eigentlich Selbsthilfe” – wie muss man sich das in Afrika vorstellen ? Ein zentraler Satz würde in all den Diskussionen gesagt, ich weiß nicht mehr von wem.

Man darf nicht nach Afrika fahren und Europa dort suchen.

Im Raum stand die Erwartung nach einer” Lösung”. Es wäre, so meine Angst, eine europäische Lösung. Alte Schulmöbel in den Container und ab nach Benin- nur nicht.

Wir müssen die Menschen hier in Benin herausfordern. Sie müssen die Lösung suchen und finden. Wir können vielleicht nur methodisch helfen.  In meinem “besten” französisch habe ich versucht dies zu sagen. Ich glaube  man hat mich verstanden.

Nachmittags, auf dem Weg zu “Pro Humanität”   haben wir das in der Gruppe noch einmal diskutiert. Am Ende unserer Exkursion wollen wir all die Gedanken noch einmal zusammenfassen, erörtern und entwickeln. Was wir hier machen, interessiert scheinbar auch den deutschen Botschafter in Benin. Er will sich mit uns am Letzten Tag, wenn die Zeit pass,t nochmal zusammensetzen und uns helfen, unsere Gedanken und Eindrücke zu sortieren.

Im Kleinbus entsteht wieder eine lebhafte Diskussion darüber, dass hier scheinbar keine “strukturierte, organisierte”  Landwirtschaft sei.

Die Manjok -Felder in Benin sehen nun mal anders aus als ein Kartoffelacker am Niederrhein.

Manchmal sind die Diuskussionen wirklich schwierig, aber unendlich wichtig. Unsere “Bauernlobby” gibt erst Ruhe als sie ein größeres Maisfeld sieht “Geht doch !”

Das schöne an dieser Reise ist, dass wir gegenseitigen Respekt vor den jeweils anderen Meinung und Einstellung haben. Und über besonders doofe und dumme Argumente, egal von wem, können wir auch herzlich gemeinsam lachen.

Der Besuch auf dem Markt ist kaum in Worte zu fassen. Dazu gehören die Geräusche, die Gerüche das scheinbare Chaos, die neugierigen, interessierten Blicke nach den “Weißnasen”. 7 Männer auf Shopping- Tour. Wir haben Fotos und kleine Filmchen gedreht.  Alle sind zutiefst beeindruckt. Und immer wieder der Satz: Das können wir denen in Kleve nicht erzählen, dass müssen die alle selbst erleben.

Die abschließende Runde in einer Straßenbar bei gekühlten Beniner Bier. Wir reden zwar wieder viel miteinander, aber ich merke, dass jeder auch damit beschäftigt ist, den Tag zu verarbeiten.

Später im Bus- sind wieder alle einig. Ich war hier nicht das letzte mal!

Und wir denken alle an unsere Frauen.

 

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